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Ostersonntag 2003 Rangitoto |
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Bericht begleitend zur Galerie Rangitoto
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Wir hatten schon die ganze Zeit geplant am Ostersonntag mit der Fähre auf Rangitoto Island zu fahren und dort den 260 Meter hohen Gipfel zu erklimmen. Als wir jedoch an dem besagten Sonntag aufwachten, sah das Wetter nicht so einladend aus. Es hatte die Nacht über geregnet und nun hingen noch große Wolken über Auckland. Weil es aber bis 10:00 Uhr immer noch trocken blieb, entschlossen wir doch aufzubrechen. Als Begleiter standen uns außerdem noch P. und M. zur Seite. Nach einer gemütlichen Überfahrt von ca. einer halben Stunde auf der es anfing zu regnen machten wir uns auf den Weg zum Gipfel des "wahrscheinlich" - so steht es in einem offiziellen Informationsblatt - erloschenen Vulkans. Die Insel ist erst vor ca. 600 Jahren durch mehrere Vulkanausbrüche entstanden. Man hat sogar Maori-Leichen in der Vulkan-Asche entdeckt, so dass man sicher sein kann, dass die "Ureinwohner" dem Naturschauspiel beigewohnt haben - sinngemäß von einer Quelle im Netz übernommen. 1854 hat die "Krone" die Insel für 15 Pfund den Maoris abgekauft. Die Infrastruktur, ein paar Wege und eine sehr kleine Straße, wurden in den 20er und 30er von Gefangenen erbaut. Die Insel war die ganze Zeit - außer in der Zeit des zweiten Weltkriegs - ein beliebtes Ausflugsziel für die Aucklander. Possums - eine Art Ratte, eingeführt wegen ihrem Pelz und überhaupt nicht beliebt in Neuseeland - und Wallabies (Känguruhs) haben die Pflanzen auf der Insel so sehr beschädigt, dass 1989 begonnen wurde diese Tiere auszurotten. Dadurch ist nun das Naturschutzgebiet, das bedeutet u.a. kein Campen, keine Hunde, kein Fahradfahren, ..., dicht bewaldet. In diesem Wald marschierten wir also auf den scharfkantigen Lavabrocken vorbei an beeindruckenden Lavafeldern dem Gipfel entgegen. Wir konnten der Versuchung gerade noch wiederstehen mit einem TRAKTOR getriebenem Tourizug zum Krater gefahren zu werden. Denn Achtung: Die letzten paar Meter müsste man trotzdem noch gehen. Ein paar leichte Schauer konnten uns nicht beeindrucken. Kurz vor dem Gipfel bogen wir zu den Lavahöhlen ab. Mit einer Minitaschenlampe (sponsored by Hans) machten wir uns zu viert auf die 2 Höhlen zu erkunden. Nach einer enttäuschenden ersten Höhle, die nach ein paar Metern in einer Sackgasse endete, drangen wir in die zweite Höhle durch einen engen Druchgang ein. Nachdem wir diesen überwunden hatten, waren wir in einem Teil in dem wir stehen konnten. Stefanie blitze mit dem Foto mehrmals, damit auf Bildern festgehalten wurden, was wir in den Höhlen NICHT sahen. Nach 10-20 Metern machte der Gang eine leichte Biegung und wir sahen am anderen Ende der Höhle wieder Licht. Hier kletterten wir wieder heraus zur Überraschung von deutschen Wanderern, die vom Weg aus nun Menschen aus dem Dickicht auftauchen sahen. Nachdem wir diesen nun den Weg zum Eingang der Höhle gezeigt hatten, setzten wir unseren Weg in Richtung Gipfel fort. Nun fing es aber so stakt zu regnen an, dass uns sogar kleine Bäche entgegen kamen. Kaum ein Fleck an uns blieb trocken. Wenige Meter vor dem Gipfel imponierte uns der 30 Meter tiefe und 200 Meter breite Krater. Ganz oben kamen wir uns wirklich wie am Ende der Welt vor: Alles, was man abgesehen von Krater noch sehen konnte, waren weiße Nebelschwaden. Zum Glück gab es hier eine Hütte (ohne Bänke und immer noch sehr feucht und zugig!) zum Unterstellen, in der wir völlig durchnässt Mittag machten. Nach einiger Zeit verzogen sich die Wolken vorerst und wir genossen eine schöne Aussicht, u.a. auf die verregnete Innenstadt. Nun ging es dann gemütlich einmal halb um den Krater herum, wieder auf Meeresniveau hinunter und zurück zur Fähre. Natürlich fing es während unseres Abstieges wieder an zu regnen. Da es aber auch immer wieder größere Zeitabschnitte mit trockenem Wetter gab, konnten wir uns nicht beschweren. Doch an der Fährstation angekommen, wurden wir nochmal mit einem extra starken Regenguss konfrontiert. Nach einer weniger nassen Fährüberfahrt im Inneren des Schiffes ging es wieder Heim in die trockenen Wohnung und zum wohlverdienten Osterbrot. |